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Erwachsenenpsychiatrie II mit dem Schwerpunkt Suchterkrankungen u. psychosomatische Störungen

Suchtkrankheiten und Psychosomatische Störungen

Die Abteilung für Suchtkrankheiten und Psychosomatik behandelt Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen, nicht stoffgebundenen Süchten oder psychosomatischen Störungen. In der Abteilung werden pro Jahr etwa 1500 Entzugsbehandlungen durchgeführt.

Die Abteilung besteht aus folgenden Stationen:

  • eine Station für qualifizierte Akutbehandlung Drogenabhängiger „Station Jonathan" (Station 19 mit 19 Betten)
  • eine Station für qualifizierte Entzugsbehandlung Alkoholabhängiger und Psychotherapie (Station 41.2 mit derzeit 16 belegbaren Betten)
  • eine geschlossene Suchtaufnahmestation (Station 41.1 mit 16 Betten)
  • eine Station zur Langzeitentwöhnungstherapie alkohol- bzw.medikamentenabhängiger Patienten mit 17 Behandlungsplätzen
  • eine Station zur Behandlung psychosomatischer Störungen (Station 50.7)
  • eine Station zur Behandlung von Patienten mit Doppeldiagnosen

Das Konzept der Abteilung besteht in einem mehrdimensionalen, biopsychosozialen Modell der Suchterkrankungen, welches entsprechende multimodale auf die verschiedenen Störungsebenen gerichtete therapeutische Interventionen zur Folge hat.

Der Suchtmittelrückfall stellt in unserem Konzept einen unteroptimalen Lösungsversuch einer psychischen Problematik dar, deren Bedingungen in unserem mehrdimensionalen Diagnostik- und Behandlungskonzept erhellt und behandelt werden. Entsprechend des Einzelfalles können hier systemisch ressourcenorientierte, kognitiv-verhaltenstherapeutische oder tiefenpsychologische therapeutische Interventionen im Vordergrund stehen.

Unser gegenwärtiges Konzept wird den Erfordernissen von Individualisierung und Flexibilisierung der Behandlung gerecht, es ermöglicht die qualifizierte Betreuung des Abhängigen im regionalen Behandlungsverbund und orientiert sich an systemisch lösungsorientierten, kognitiv-verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Behandlungsprinzipien. Therapieinhalte und Rahmenbedingungen therapeutischer Angebote unterliegen Veränderungseinflüssen, die im Hinblick auf die Lebendigkeit der Begegnung berücksichtigt werden sollten.

Unser aktuelles Konzept integriert neue Forschungsergebnisse im Suchtbereich ebenso wie neue therapeutische Ideen; es ergänzt gewachsene und bewährte Traditionen unseres Hauses.

In unserem Konzept der qualifizierten Akutbehandlung Suchtkranker sind Entgiftungs- und Motivationsbehandlungen untrennbar miteinander verbunden.

Die stationäre Aufnahme stellt eine krisenhafte Situation dar mit besonderer Empfänglichkeit für motivationale Interventionen. Nach einer multimodalen ausführlichen Eingangsdiagnostik erfolgt eine individualisierte Behandlung auf somatischer und psychosozialer Ebene, wobei neben der körperlichen Detoxikation die Akutpsychotherapie, die Motivationsbehandlung und das Rückfallpräventionstraining im Einzel- und Gruppensetting im Vordergrund stehen.

Die Abteilung ist eng vernetzt mit allen komplementären Angeboten im Suchthilfesystem des Kreises Kleve.

Die prä- und poststationäre Diagnostik sowie die gesamte Vielfalt ambulanter suchttherapeutischer Behandlungen wird durch unsere Suchtambulanz in enger Kooperation mit unseren Suchtaufnahmestationen und den komplementären Einrichtungen des Suchthilfesystems durchgeführt.

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