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Erwachsenenpsychiatrie III mit dem Schwerpunkt Affektive Störungen

Die Abteilung Erwachsenen Psychiatrie III steht für den Behandlungsschwerpunkt „affektive Störungen“, darunter fallen z.B. Depressionen und Bipolare Störungen. Als eine weitere Spezialisierung wurde ein spezielles Therapieangebot für junge Menschen mit psychotischen Störungen entwickelt.

Die Abteilung bietet Menschen, die von psychischen Erkrankungen betroffen sind, sowie Menschen in Lebenskrisen Diagnostik, Behandlung und Beratung, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert. Hilfesuchenden Menschen Unterstützung in einer schwierigen Lebensphase zu geben nimmt für uns hohe Priorität ein.

Die Zielsetzungen, möglichst „ambulant vor teilstationär vor stationär“ sowie gemeindenahe zu behandeln, sind für die Abteilung Erwachsenen Psychiatrie III zentral. Die Integration von ambulanten, tagesklinischen und vollstationären Angeboten ist uns ein besonderes Anliegen. Durch die zugehörigen Tageskliniken in Bedburg-Hau und Geldern und die Ambulanzteile in Kleve und Geldern ist eine sektorübergreifenden und gemeindenahe Versorgung garantiert.

Enge Kooperationen mit niedergelassenen Psychiater*innen und Psychotherapeut*innen, sowie sozialpsychiatrischen Anbietern der komplementären Versorgungsstrukturen ermöglichen den fließenden Übergang von stationären in ambulante Behandlungs- und Begleitungsformen, sowie schnelle Hilfe im Falle einer erneuten Krise.

Im Weiteren werden stationsintegrierte tagesklinische Angebote vorgehalten.

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Die Leitgedanken der Abteilung beinhalten die Förderung der Autonomie und die Vermeidung von Hospitalisierung und Abhängigkeit. Diese Leitgedanken finden sich in der konzeptionellen Umsetzung auf den Stationen wieder, welche sich besonders durch die Implementierung des Safewards-Konzepts auszeichnen.

Unsere Konzepte verbinden psychotherapeutische, biologische und soziotherapeutische Verfahren und richten sich an einer Recovery-​orientierten psychiatrische Behandlung aus, welche durch Personenorientierung, Betroffeneneinbezug, Selbstbestimmung und Wahlfreiheit sowie die Anerkennung eines Wachstumspotentials geprägt ist.

Die Behandlung in der Abteilung Erwachsenenpsychiatrie III erfolgt mit dem Ziel, eine umfassendere Einbeziehung und Transparenz in der Therapie für Patient*innen und deren Bezugspersonen zu ermöglichen. Individuellen Krankheits-​ und Genensungskonzepte der Patient*innen werden in die evidenzbasierten Behandlungsangebote integriert berücksichtigt. Dabei werden Ziele und Ergebnisse der Behandlung durch die Patient*innen bestimmt und richten sich nach deren wesentlichen Werten, Lebenszielen und Bedürfnissen. Vorhandene Bewältigungsstrategien und Selbstheilungsmechanismen werden in professionelle Therapieverfahren integriert. Der Fokus liegt dabei auf einer Individualisierung der Behandlung mit Stärkung von Ressourcen und Selbstwirksamkeit, Erhalt und Wiedergewinn von Autonomie ebenso wie die Übernahme von Verantwortung in der eigenen Behandlung.

Eine besondere Verantwortung wird für die Behandlung von jungen Erwachsenen definiert, die an psychotischen Störungen leiden. Ein Konzept zur Transitionspsychiatrie wurde in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychosomatik entwickelt. Dieses wird am Standort Geldern ambulant umgesetzt.

Als fundamental für den Behandlungserfolg sehen wir eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung. Diese wird über kontinuierliche Beziehungsgestaltung und Trialog entwickelt.

Der Aufenthalt soll von einer Atmosphäre geprägt sein, die Sicherheit gibt und die psychiatrische Behandlung als Perspektive und Chance wahrnehmen lässt.

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